Donnerstag, 22. Januar 2009

24 Stunden LOST in Battlestar Galactica


Nach dem Streik der Drehbuchautoren letztes Jahr gab es ja massive Verschiebungen von den Premierenstarts meiner Lieblings-TV-Serien, aber jetzt kommen alle großen Sender langsam zu Potte.

Wir bereits berichtet macht 24 einen guten Eindruck, aber den Vogel hat diesmal Battlestar Galactica abgeschossen, die ja mitten in der 4. Staffel pausieren mussten.
Endlich gibt es ein paar Antworten auf die gefühlten 3000 Fragen, die sich so im Laufe der Jahre anhäuften. Eine bahnbrechende Folge, mit jeder Menge Überraschungen.
Battlestar Galactica, 5 Sterne, jeden Freitag 8/7c auf SciFi Channel

Mit weiteren gefühlten 3000 Fragen muss man sich jedoch bei LOST zufrieden geben.
Nachdem die letzte Season mit einem klassischen Cliffhanger geendet hat, startet die neue Season etwas verworren. Es war anscheined keine gute Idee die Insel zu versetzen.
Wer nochmal mitmachen will bei LOST: Gestern gab es vor der eigentlichen Premiere noch eine Zusammenfassung mit Kommentaren der Produzenten. Danach sieht man sehr viel klarer. Das Ding hiess "LOST Destiny Calls" und ist nur auf gut sortierten Servern erhältlich.
Inzwischen sollte man die beiden ersten Episoden im Netz finden können.
LOST, 4.5 Sterne, jeden Mittwoch 9/8c bei ABC.

Sonntag, 18. Januar 2009

Sonntags am Kifferhügel


Bei meinem bereits zweiten Sonntags-Spaziergang (hör ich da aus der Ecke SPIESSER! SPIESSER! Rufe?) führten mich meine Schritte wieder zum Golden Gate Park mit einem kleinen Vanilla-Latte-Venti-aus-dem-Starbucks-um-die-Ecke-Abstecher.

Auf der südlichen Seite des Parks gibt es einen kleinen Hügel auf dem sich standesgemäß die noch übrig gebliebenen Hippies treffen. Aber nicht nur die, sondern irgendwie alle möglichen sonnenhungrigen Bewohner dieser erstaunlichen Stadt.
Auf dem Weg vor dem Hügel, bei zwei Bänken, hatten sich, vermutlich völlig spontan, an die 25 Trommler und Perkussionisten versammelt, die alle ihre kleine Sitzgelegenheiten und ihre etwas größeren Perkussionsinstrumente mitgebracht hatten.

In der Mitte stand, fast stoisch, ein Afroamerikaner und gab die Geschwindigkeit vor. Der Rest übte sich im freien Improvisieren. Was erstaunlicherweise sehr gut klang, ja so gut, dass sich schnell eine Traube von Menschen um die trommelnden Derwische scharte. Einige tanzten, andere, wie ich, grinsten nur vor sich hin und genossen die Sonnenstrahlen und den Rhythmus der Stadt, der sich stetig wechselnd und doch drängend, pulsierend ins Ohr kräuselte.

Man musste einfach mitwippen und alle dunklen Gedanken hinter sich lassen und sich mitziehen lassen von diesen Erdbebenanbetern.

Der Hügel war voll mit Menschen, die meisten bereits ordentlich bekifft. Die Luft war so voll mit Drogen, dass ich Halluzinationen bekam: Ein Hund, der an der Leine eine Katze mitführte.
Nee, war gar keine Halluzination, war echt! Unfassbar. Die Katze sah allerdings etwas angesäuert aus.

Eine ganze Weile blieb ich da und lauschte der unwahrscheinlichen Truppe: Alte, junge, reiche, arme, alle möglichen Hautfarben, gepflegt, zerrissen, bekifft oder hochkonzentriert nüchtern. Hier war alles versammelt. Ich liebe diese Stadt!

Montag, 12. Januar 2009

Sommer, Teil zwei

Eine erstaunliche Wärmewelle hat gerade den Nordwesten Kaliforniens erfasst und so begab es sich auch,
dass ich mal meinen müden Hintern weg vom Bildschirm und runter zum Strand bewegt hab.

Bei fast +18 Grad Celsius war es nicht verwunderlich, dass das Wasser voll mit Surfern war und der Strand voll mit Sonnenanbetern. Ich hab dann mal versucht ein paar Photos mit dem iPhone zu machen: Was für eine Kamera! Verwaschene Farben, unscharf an den Rändern, miese Auflösung.
Also alles was man für richtig gute Bilder (siehe rechts, hüstel) so braucht.

Was gibt es sonst noch so neues?

Bürgerkriegsähnliche Zustände in Oakland sind hierzulande schon keine Neuigkeiten mehr. Da vergeht keine Nacht ohne Schiesserei und durchsiebte Körper. Aber an Neujahr hat ein Sicherheitsbeamter der BART (Teil der öffentliche Verkehrsbetriebe) noch eins draufgelegt und einen bereits in Handschellen befindlichen Randalierer auf dem Bahnsteig erschossen.

Natürlich war jemand mit einem Handy dabei und hat das mitgefilmt. Pech für alle Beteiligten, noch mehr Pech für den Erschossenen natürlich.
Der Aufruhr war groß und hat zu mehrere Tage andauernden Protesten geführt, die die Stadt so noch nicht erlebt hat.
Bei uns wär das vermutlich nur einen BLÖD-Aufreisser wert. Hmm.

Was passt zu ausufernder Gewalt in amerikanischen Großstädten?
Natürlich Jack Bauer und die Fernsehserie 24, die gestern in die 7. Saison mit einer Doppelfolge gestartet ist.

Sichtlich bemüht, die in den letzten Folgen fast stündlich stattfindenden Folterungen durch Jack Bauer zu relativieren, erlebt man Jack vor einem Senatsausschuss, wo er mal ordentlich hart rangenommen wird durch fiese Befragungsmethoden ("Beantworten Sie meine Frage, Mr. Bauer!").

Bevor es richtig unangenehm wird für ihn, kommt er natürlich mit einer "Hallo, hier ist das FBI, wir brauchen Jack Bauer ganz dringend. Nationale Krise, sie verstehen"-Karte frei.
Der Vorsitzende des Ausschusses mahnt aber an, dass es gleich morgen früh (also in 24 Stunden, hint, hint) weitergehen wird mit der Befragung. Genug Zeit also für Jack die Welt zu retten und rechtzeitig wieder vor dem Senatsauschuss zu erscheinen, hoffentlich diesmal bis an die Zähne bewaffnet, um da mal ordentlich aufzuräumen.

Keine Sorge, ich werd hier keine weiteren Details verraten und es nicht so machen, wie tvguide.com, die eine dicke Überraschung schon gleich verraten hatte. Diese Säcke! Das erinnerte mich mal wieder an die Saarbrücker Zeitung, die zum Start von Alien 3 mit einer Besprechung aufwartete. Titel: Diesmal trägt sie es in sich! (ARGGHHH, was der ganze Witz an dem Film war)

Also, nix lesen über 24, und die Folgen auf gewohntem Wege irgendwo runterladen. Nach den ersten zwei Folgen kann ich schon mal sagen: Es lohnt sich!
Heute Abend geht's gleich weiter. HURRA!

PS: Ich vergaß noch mitzuteilen: Eine Möglichkeit mal in der Business Class zu fliegen scheint es zu sein, sich einen richtig vollen Flug zu wählen und mit großem Handgepäck aufzutauchen. Die freundliche Stewardess am Gate bot mir an meinen Sitz zu "upgraden", wenn ich das Gepäck doch noch einchecke (weil so wenig Platz in den Fächern in der Kabine ist). Prompt saß ich in der Business Class, hatte freie Filmwahl, einen tollen Sitzplatz und lecker Essen.(und das Gepäckfach über mir war noch fast leer. Da hätte mein Koffer auch noch reingepasst ;)

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Montag, 5. Januar 2009

Kühle Tage in Siersburg


Die ersten Tage des Jahres hab ich ausnahmsweise mal in der alten Heimat verbracht. Also in der alten alten Heimat. Also Siersburg.

Netterweise konnte ich in meinem alten Zimmer, das inzwischen Teil einer Wohnung geworden ist (der nimmermüde Vater hat hier mal wieder Wunder geschaffen), ein paar Tage unterkommen und mich ausruhen.

Denn wahrlich: Müde war ich sehr und das nicht nur körperlich. Aber ne gute Freundin hat gesagt, ich soll nicht immer jammern in meinem Blog und so berichte ich denn von einem schönen Spaziergang über den Gauberg und Siersberg, hinan zur alten Burgruine, an der, so staune man, mal wieder gegraben wird, um ein paar alte Mauern freizulegen. Die Luft war kalt und klar, die Sonne versuchte ihr möglichstes und der Blick konnte weit über das Saar- und Niedtal schweifen.

Dabei fallen einem zwei Dinge ein: Wie schön doch Siersburg ist (jaja, lacht ruhig) und wie wenig alte Dinge es in Amerika gibt. Da gibt es keine alte Burgen. Da gibt es keine erstaunlichen Geschichten aus dem 12. Jahrhundert, wo alte Haudegen auf der Siersburg noch ältere Handelswege überwacht haben. Wo durch Machtspielchen und rohe Gewalt die Burg öfter mal den Besitzer wechselte.

In den USA wechseln zur Zeit auch gerade viele "Burgen" den Besitzer und auch der dicke Beders muss sich eine Bleibe suchen, wenn er wieder zurück ist.

Zur Zeit sitzt er am Frankfurter Flughafen, der mit so komisch weißem Zeug bestäubt ist. Seltsames Klima hier.

Ich bin wech!

Donnerstag, 1. Januar 2009

1 Sekunde mehr dieses Jahr!

Frohes neues Jahr an alle treuen Leser des Living-B Blogs!
Vielen Dank für eure Besuche!

Dieses Jahr gibt es eine Sekunde mehr, damit wir nicht in 16000 Jahren nachts Mittagessen müssen.
Die Geschwindigkeit der Erdumdrehung nimmt über die Jahrtausende langsam ab und so ist es ab und an nötig mal 5 gerade sein zu lassen, was Atomuhren überhaupt nicht lustig finden.

Aber warum dreht sich die Erde immer langsamer?
Weniger progressive Wissenschaftler werden was von Reibungsverlusten erzählen und dem blöden Mond und sowas.
Aber einer hat es richtig hinbekommen. Ganz klar: Die Erde wächst!
Und wie die Eiskunstläuferin sich langsamer dreht, wenn sie die Arme ausbreitet, so dreht sich auch die Erde langsamer, weil sie immer größer wird!
Ihr glaubt das nicht! Aber guckt euch doch nur mal die Kontintente an! Die passen super zusammen und wurden auseinandergerissen, eben durch das Wachsen der Erde!
Ach, ich seh schon eure ungläubigen Gesichter.
Hier ist der "Beweis": Conspiracy of Science - Earth is in fact growing

Mit so viel Blödsinn kann ich nicht mithalten, werde es 2009 aber wieder versuchen ;)
Temporäre Grüße aus der temporären Heimat und bis bald auf dieser Zwischennetz-Seite.

Samstag, 13. Dezember 2008

Weihnachten in San Francisco


Und wie jedes Jahr um diese Zeit gibt alle Welt mal wieder vor, wie doll sie sich lieb hat und muss deswegen in Geschäfte rennen und nutzlosen Plunder kaufen.
Siehe auch Bild rechts: Mit Plastikgitarren rumhampeln ist ja schon albern, aber die passende Lightshow dazu ist selbst für Hardcore-Zocker wie mich doch zu viel des Guten.

Die Endjahres-Rally steuert also ihrem Höhepunkt zu. Was noch harmlos angefangen hat mit Halloween und sich gemächlich steigerte für Thanksgiving (die Verkäufe knarzten doch erheblich unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise), so ist jetzt Volldampf voraus angesagt.

Kaufen, was die Kreditkarte hergibt! (Übrigens hab ich endlich, tatsächlich, ein Konto in den USA, aber das heißt noch lange nicht, dass ich kreditwürdig genug bin für eine Kreditkarte. Ich muss dringend Schulden machen, damit ich eine Kreditkarte kriege...)

Die Stadt gibt sich festlich geschmückt. Am Union Square wird alles vom Macy's Kaufhaus dominiert. Riesiger beleuchteter Weihnachtsbaum, Eislaufbahn auf der oberen Ebene des Platzes, lustige Blinklichter allerorten.
In den Vorbezirken von San Francisco geht der Werttbewerb, um die abgefahrensten Häuserbeleuchtungen los und selbst die gute alte Cable-Car ist nicht vor dem Xmas-Virus sicher und schmückt sich mit Girlanden und sonstigem Gedöns.

Und mir fällt schon wieder nix ein, was ich schenken könnte.
Jedes Jahr dasselbe.

Zum weihnachtlichen Gedanken passend gibt es auch noch von einer lustigen Posse zu berichten.
So hat der Governor von Washington (State), ein Krippenbild im Capitol von Olympia (Hauptstadt von Washington State) aufstellen lassen.
Da es in den USA "strikte" Trennung von Staat und Kirche gibt, hat eine humanistische Gruppe gleich daneben ein atheistisches Schild aufgestellt mit den folgenden Worten drauf:
Zu dieser Wintersonnenwende
möge sich Vernunft durchsetzen.

Es gibt keine Götter,
keine Teufel, keine Engel,
kein Himmel und keine Hölle.
Es gibt nur
die natürliche Welt.
Religion ist bloß
Mythos und Aberglaube,
der die Herzen versteinert
und den Geist versklavt.

Hey, natürlich gilt Freedom of Speech nur für Gläubige und daher gabs erstmal ein Aufruhr in dem verschlafenen Städtchen an der Westküste. Über 500 Leute haben dagegen protestiert, das Schild wurde geklaut und wiedergefunden und im fundamental-christlichen Blog-Land wurde mal wieder auf ein Eingreifen Gottes gehofft, der diese niederträchtigen Heretiker doch bitte gleich in die Hölle verbannen möge. Der gute und euch alle liebende Allvater.

In dem Sinne, Frohe Feiertage

Montag, 1. Dezember 2008

Thanksgiving Wochenende



Diesmal in Kurzform:
Auto abgeholt,
Nina abgeholt,
Nacht drüber geschlafen,
Ab auf die US-101 und dann die US-1 die Pazifikküste runter nach Santa Barbara,
Von Santa Barabara runter nach L.A.,
Spazieren am Venice Beach,
Ab nach Hollywood,
Sterne gejagt,
Fußabdrücke gesucht,
Universal Studios besucht,
Im längsten Stau der Welt nach Hause gefahren über die I-5,
Tot ins Bett gefallen,
Kalifornien ist toll!