Mittwoch, 7. Oktober 2009

Visa Visa Popisa (1)


Da muss man schon eisenharte Nerven mitbringen, wenn man ein Visum verlängern will. Oder man begibt sich in eine Zen-artige Meditation auf einem albernen Kissen, so wie Nero, die Hauskatze in der Niedstraße.

So war ich also locker eine Woche länger als geplant im Saarland und das kam so:

Wenn man ein Visa für die USA haben will (oder verlängern lassen will), dann muss man früher oder später aus den USA erstmal ausreisen (falls man da gerade rumlungert) und dann zu einer amerikanischen Botschaft stapfen.

Man holt sich einen Termin im Internet (kostet 10$) und taucht dann einfach z.B. in Frankfurt auf, klingelt an der Tür zur Residenz des Botschafters und hat hoffentlich ein paar Mitbringsel dabei (belgische Schokolade aus Luxemburg oder so).
Dann macht ein Assistent des Botschafters auf, man tritt ein, sagt freundlich Hello-how-are-you und wird sogleich in die obere Etage gebracht, wo man in einem bequemen Ledersessel vor dem Kamin auf den Botschafter wartet.

Es werden Häppchen und Cola gereicht und man kann sich die Zeit damit vertreiben mit seinem Handy das interne W-LAN anzuzapfen. (Passwort für das WEP geschützte LAN des Botschafters: Bu5hSuxx)

Dann kommt der Botschafter rein, der etwas müde und abgeschlafft aussieht (kein Wunder, blöde Zeitzonen !!!11!!) und man macht ein paar Minuten Smalltalk z.B. über die amerikanische Außenpolitik, darüber ob Obama der Heilsbringer oder doch der Anti-Christ ist oder man spricht über das quasi universelle Problem gutes Personal zu finden. Man will ja auch mal präsentieren!

Nach einer Weile holt der Botschafter dann selbstklebendes, buntes Papier, kritzelt die Visa-Nummer drauf, malt ein paar Herzchen nebendran, stempelt das mit einem großen Stempel ab (den der Botschafter, ähnlich wie der Präsident die Abschusscodes der Nuklearraketen, ständig bei sich tragen muss) und setzt seinen Karl Hugo drunter.
Easy!

Glaubt ihr mir nicht? Pffffff. Dann wartet eben auf Teil 2.

Donnerstag, 17. September 2009

Rücksturz nach D-Land


Cooling, originally uploaded by Beders.

Nach einem Kurzurlaub im Herzen des Pazifiks bin ich wieder eine Woche in SF, um schnell mal meine Wäsche zu waschen, die restlichen Visa-Unterlagen zusammenzukratzen und ein paar dringende Aufgaben zu erledigen.

Freitag quetsch ich mich dann ins Flugzeug und halte mich im deutschen Bermudadreieck (Kaiserslautern-Saarbrücken-Siersburg) auf. Diesmal leider kein Urlaub, sondern ein Arbeitstermin nach dem nächsten.

Dann darf ich noch in die amerik. Botschaft in Frankfurt, um mein Visum verlängern zu lassen. Spaß!

Wer mich übrigens besuchen möchte und dabei nicht im mormonen-verseuchten Salt Lake landen will: Time is running out :)

Samstag, 29. August 2009

Only in America (4)



Alle paar Monate passiert es hier in den unterentwickelten Staaten von Amerika, dass Eltern ihre Kinder dahinsiechen und sterben lassen, weil sie von irren Predigern davon überzeugt wurden, dass Gott alle Krankheiten heilt und dass man dafür nur feste beten muss!

So geschehen in Carlton bei Wenatchee im Bundesstaat Washington. Zachery Swezey, 15 Jahre jung, hatte mit Bauchschmerzen zu kämpfen, die sich stetig verschlimmerten über die nächsten 3 Tage. Als Erste Hilfe-Maßnahmen hatten sich Tanten, Onkeln und Großeltern angemeldet, um am Bettrand für den in Schmerzen liegenden Schüler zu beten.

Als das nichts half rief sein Vater keine Ambulanz oder keinen Arzt, nein, er rief bei seiner Kirche an, die dann gleich mit ein paar Würdeträgern vorbeischaute und Zakk mit Olivenöl einschmierten. Und natürlich wurde kräftig weitergebetet.

Einen Tag später starb Zakk. Die Ärzte stellten später einen Blinddarmdurchbruch fest.
Eine durch einen minimalinvasiven Eingriff heilbare Krankheit.

Und jetzt kommt der Kicker: Was bei uns als fahrlässige Tötung geahndet wird, ist in einigen amerikanischen Bundesstaaten noch lange kein Delikt! Denn die Eltern haben nicht ihre Aufsichtspflicht verletzt! Die gewährte Religionsfreiheit erlaubt es ihnen statt richtigen Ärzten christliche Heiler aufzusuchen. Bravo!

Vermutlich werden Zakk's Eltern ungestraft aus der Sache herauskommen. Was mich noch wütender macht: Die Kirche kommt auch ungestraft davon!
Diese Mormonensekte darf weiterhin ihren hahnebüchenden Unsinn predigen und darf ihre gierigen Hände mit noch mehr Blut beflecken.
Wahrscheinlich ist es denen eh egal, denn sie wünschen sich nichts sehnlicher herbei als Armageddon.

Leider ist diese ganze Geschichte kein Einzelfall.


(via Friendly Atheist)

Freitag, 14. August 2009

Worst Case Scenario



Oder wie der Saarländer sagt: Worscht-Käs-Szenario.

Das Bild ist etwas unscharf, aber die Brisanz der Situation hoffentlich zu erkennen: Der Supermarkt um die Ecke hat kein Nutella mehr!

Unfassbar! Ich komme mir vor, wie in einem Entwicklungsland. Hilfä!
Ich hoffe, die kriegen bald wieder Nachschub. (Das hiesige Nutella wird übrigens in Kanada zusammengebraut und in Plastikgläsern ausgeliefert und schmeckt genauso wie das Original.)

Der pampige Ersatz für die schnelle Aufnahme von einfachem Zucker und viel Fett namens Erdnußbutter kann ich nur begrenzt ertragen. Jegliche Versuche dieses auch gern als Klebstoff verwendete Produkt aufzupeppen sind bisher gescheitert *seufz*.

Um diese Nutella-Engpässe in Zukunft zu lindern verordne ich jetzt jedem meiner Besucher die Mitnahme folgender Devotionalien:
1x kleines Glas Nutella
1x Parodontax Zahncreme

Danke schon mal im voraus :)

Sonntag, 2. August 2009

Only in America (3)

Was macht man, wenn man zu faul zum Kochen ist und obendrein keine sauberen Socken mehr hat, um in den Supermarkt nebenan zu latschen?

Genau: Man bestellt sich eine Pizza online!

Die sind hier übrigens schweineteuer und so lass ich schon mal 20$ hängen dafür, bestell mir aber eine, die mich zwei Tage lang satt macht.

Bei Fastfood sind die USA generell Spitzenreiter was Innovationen angeht und so lassen sich die Marktführer wie Pizza Hut und Dominos doch einiges einfallen, um den Geschmack(ha!) der Kunden zu treffen.

So bieten beide per Web extensive Variationsmöglichkeiten: Was kommt drauf, auf welche Seite und wieviel.

Pizza Hut gibt sich reichlich mühe die Bestellung so verwirrend wie möglich zu machen, damit man noch die Extra-Cola und die Extra-Chicken-Nuggest mitbestellt.

Aber den Vogel schießt Dominos ab. Sobald man die Bestellung aufgegeben hat, zeigt die Webseite einen ständig aktualisierten Tracker an, der einem mitteilt, was denn nun gerade mit der georderten Pizza passiert. Das sieht dann so aus:


So weiss ich dann immer genau, wann Omar die Pizza in den Ofen schiebt und wie lange die danach in der Verpackung rumlungert, bis ein Fahrer kommt und sich auf den Weg zur Masonic Avenue macht. Hurra!

Wie kann da Pizza Hut nachziehen?
Wie wärs mit einer Web-Cam bei Zubereitung, im Ofen und aus dem Auto des Fahrer raus?
Pizza Livestream anyone?

Only in America, Dudes and Dudettes, only in America.

Sonntag, 12. Juli 2009

Only in America (2)


Ein lustiges Pamphlet, das mich dazu bewegen soll doch endlich die DVD zu bestellen, die mich auf das Ende aller Tage vorbereitet.
Jaja, die Endzeit ist gekommen und wenn ich dem freundlichen Bible Mailing Service in Reno zurückschreibe, erhalte ich kostenlos eine DVD und Bibelmaterial!
Endlich kann ich eine neue Quelle von innerer Ruhe und Glück erschließen!

Ich vermute mal, dass die Mormonen dahinterstecken, denn die können sich solche Massenversendungen locker leisten.
Und die denken immer noch, sie tun damit Gutes!

Wäre es nicht viel anständiger, wenn sie die Millionen, die diese Kampagne gekostet hat, in wirkliche Hilfsprojekte gesteckt hätten?
Aber nein: Meine Seele ist denen wichtiger als z.B. Projekte bei kiva.org. Wie nett!
Organisierte Religion ist die Pest.

Unnütze Auflistungen - Teil 2

Vorbereitung auf den Triathlon
  • 26.05.09 - 5.05 km - 00:35:42.2 (8.5 km/h)
  • 31.05.09 - 5.39 km - 00:36:35.5 (8.8 km/h)
  • 10.06.09 - 6.54 km - 00:50:51.7 (7.7 km/h)
  • 13.06.09 - 7.61 km - 00:52:41.5 (8.7 km/h)
  • 17.06.09 - 8.06 km - 00:59:05.4 (8.2 km/h)
  • 3 Wochen rumgelungert
  • 08.07.09 - 7.01 km - 00:54:36.3 (7.7 km/h)

OK, vielleicht sollte ich Triathlon nochmal genauer definieren.
1. Disziplin: Frühstücken
2. Disziplin: Mit Hans am PC zocken
3. Disziplin: Mit Unbekannten BF 1943 an der PS3 zocken

Das schlaucht ganz schön. Haha.
Nebenher ziehe ich auch noch das Programm hier durch:
http://hundredpushups.com

Ein lustiger Spaß für morgens, wenn man eh noch nicht denken kann.